Traditionelle asiatische Produkte aus dem Ypsilon – Asiatisches Kunsthandwerk

Netsuke aus Japan

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Netsukes (gesprochen: Netske) sind japanische Schnitzereien aus Holz oder anderen Materialien mit einer sehr langen Tradition. Schon im 17. Jhd. wurden diese kleinen ca. 4- 8 cm großen Kunstwerke meist aus Elfenbein, Horn oder Holz gefertigt.

Ursprünglich wurden die kleinen Meisterwerke der Schnitzkunst in Japan in der Funktion eines Gürtelknebels am Kimono getragen (Netsuke bedeutet ne = Wurzel; tsuke = festmachen). Deswegen haben alle Netsukes eine Bohrung zum Einfädeln einer Kordel. Auch die Signatur des Künstlers findet auf jedem Netsuke seinen Platz. Am anderen Ende der Kordel befindet sich ursprünglich ein Kästchen mit mehreren Fächern zum Transportieren von Medizin, dem sogenannten Inro. Im 18. und 19.Jh. trug man in Japan diesen oft sehr detailliert verzierten Medizinbehälter stets am Kimonogürtel bei sich.

Die Kordel und das Netsuke wurden durch den Gürtel gesteckt und sicherten so das baumelnde Inrô.

Im Laufe der Zeit gaben die japanischen Schnitzer den Netsukes immer figürlichere Gestalten, die meist bedeutende Symbole der japanischen Kultur widerspiegeln. Oft faszinieren die kleinen Kunstwerke durch die naturgetreue Darstellung und die Liebe zur sorgfältigen handgeschnitzten Ausarbeitung im Detail.

Die Form eines Netsukes variiert von kugelförmig über dreikantig bis zu sehr abstrakten Verschachtelungen. Oft sind sie jedoch angelehnt an Handschmeichler und stellen bemerkenswerte Abstraktionen auf kleinstem Raum dar. Um die ganze Schönheit eines Netsukes zu erfassen, sollte man es daher öfter in die Hand nehmen, um es in seiner Ganzheit zu betrachten und zu fühlen.


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